NIM-Studie: Longevity-Angebote im Alltag bisher kaum verbreitet

Meldung · Quelle: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 11.08.2026

Angebote rund um ein möglichst langes Leben in Gesundheit spielen im Alltag bislang kaum eine Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Longevity zwischen Anspruch und Alltag“ des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), die am 11. August 2026 als NIMpulse 23 erschien. Die Erhebung über NIQ eBUS International lief zwischen dem 13. und 19. Mai 2026. In jedem der fünf Länder Deutschland, Frankreich, Schweden, Japan und USA gaben je 1.000 Personen zwischen 18 und 74 Jahren Auskunft, zusammen 5.000.

Die Befragten in Deutschland wünschen sich im Schnitt eine Lebensdauer von 85,6 Jahren, die Lebenserwartung bei Geburt liegt nach dem zuletzt verfügbaren Wert bei 81,4 Jahren. In den USA ist der Abstand größer (87,9 zu 79,3 Jahren). In Deutschland stellen 53 Prozent nach eigener Aussage das Genießen im Hier und Jetzt in den Vordergrund, 22 Prozent bezeichnen sich als sehr diszipliniert. Medizinische Angebote wie epigenetische Alterstests oder Zell- und Gentherapien nutzt nur eine kleine Minderheit. Eine künftige Nutzung halten je nach Angebot 26 bis 33 Prozent für denkbar, in den USA 35 bis 44 Prozent. Abnehmspritzen haben in Deutschland 12 Prozent bereits verwendet. In allen Ländern sind Jüngere offener für solche Angebote als Ältere.

Zusätzliche gesunde Jahre würden die Befragten vor allem mit Familie und Freunden, auf Reisen und für neue Erfahrungen verbringen. Arbeit, Weiterbildung und Engagement folgen mit Abstand, in Deutschland nennen 9 Prozent die Fortsetzung der Erwerbsarbeit. NIM-Bereichsleiter Dr. Fabian Buder sieht in der Verbindung von Gesundheitsorientierung und Genuss einen möglichen Entwicklungspfad.

Für Konsumpsychologie und Arbeitsforschung liefert die Studie Daten zu Lebensstilpräferenzen und zum geringen Stellenwert, den die Befragten zusätzlicher Erwerbsarbeit beimessen.

Originalmitteilung: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 11.08.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)