Meldung · Quelle: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 03.08.2026
Viele Menschen in Deutschland können sich vorstellen, beim Konsum von Zucker und Alkohol zurückzustecken, oder tun dies bereits. Das geht aus einer Auswertung des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervor, die das Institut am 3. August 2026 veröffentlichte. Grundlage sind repräsentative Befragungen über NIQ eBUS: in Deutschland im März 2026 mit 2.013 und im Juni 2026 mit 1.007 Personen zwischen 18 und 74 Jahren sowie im Mai 2026 ein Ländervergleich mit Frankreich, Schweden, Japan und den USA mit je 1.000 Befragten.
Nach den Ergebnissen verzichten 12 Prozent bereits konsequent auf Zucker. Insgesamt 59 Prozent meiden ihn teilweise, haben es vor oder halten es für denkbar, knapp 30 Prozent schließen einen weitgehenden Verzicht aus. Beim Alkohol können sich 47 Prozent vorstellen, deutlich weniger zu trinken, oder tun dies gelegentlich schon. In der Altersgruppe von 18 bis 39 Jahren liegen die Anteile mit 64 Prozent beim Zucker und 56 Prozent beim Alkohol höher als bei Älteren.
Abgefragt wurde auch die Haltung zu staatlichen Eingriffen. 28 Prozent der Befragten in Deutschland befürworten höhere Steuern auf Produkte wie Alkohol, Tabak oder zuckerhaltige Getränke, in den USA und Japan sind es rund 15 Prozent. Verbote unterstützen hierzulande rund 23 Prozent. Die Zustimmung zu Steuern steigt mit Einkommen und Bildung. NIM-Direktorin PD Dr. Katharina Gangl fasst zusammen: „Die Ergebnisse zeigen, dass gesundheitspolitische Eingriffe keineswegs pauschal auf Ablehnung stoßen.“
Für die Konsum- und Verhaltensforschung beschreibt die Befragung, wie weit geäußerte Veränderungsbereitschaft und bereits gelebtes Verhalten auseinanderliegen und wie unterschiedlich Bevölkerungsgruppen politische Steuerungsinstrumente bewerten.
Originalmitteilung: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 03.08.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)