Meldung · Quelle: ifo Institut, 07.09.2026
Gut ein Drittel der Beschäftigten im Dienstleistungssektor hat im August 2026 zumindest zeitweise im Homeoffice gearbeitet. Das ifo Institut in München beziffert den Anteil auf Grundlage seiner Konjunkturumfrage auf 35,1 Prozent und hat die Ergebnisse am 7. September 2026 veröffentlicht. Für die Gesamtwirtschaft ergibt sich ein Wert von 24,9 Prozent. Zur Zahl der befragten Unternehmen macht die Mitteilung keine Angaben.
Die Branchen unterscheiden sich deutlich. Im Großhandel arbeiteten 17,7 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause aus, in der Industrie 16,4 Prozent. Im Einzelhandel lag der Anteil bei 6,2 Prozent, im Baugewerbe bei 5,1 Prozent.
Nach Angaben von ifo-Forscher Jean-Victor Alipour hat sich die Homeoffice-Quote seit Jahren kaum bewegt, weder insgesamt noch innerhalb einzelner Branchen. Er sieht die Ergebnisse im Einklang mit internationalen Untersuchungen, nach denen sich das Arbeiten von zu Hause in den meisten Industrieländern dauerhaft etabliert hat. Ergänzend verweist das Institut auf eine frühere Auswertung von mehr als 93 Millionen Online-Stellenanzeigen aus dem Zeitraum Januar 2014 bis Juni 2025. Danach enthielt etwa jede fünfte Ausschreibung in Deutschland die Option auf Homeoffice. Bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern lag der Anteil bei 42 Prozent.
Für die Arbeits- und Organisationsforschung liefern die Daten eine aktuelle Momentaufnahme dazu, wie verbreitet ortsflexibles Arbeiten in einzelnen Wirtschaftszweigen ist. Die Auswertung der Stellenanzeigen zeigt zudem, in welchem Umfang Arbeitgeber die Möglichkeit bereits bei der Personalsuche ausweisen.
Originalmitteilung: ifo Institut, 07.09.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)