Praktikum in der Wirtschaftspsychologie: Pflicht, Dauer, Bereiche

Ein Praktikum in der Wirtschaftspsychologie gehört im Bachelor meist zum Studienplan. Laut Recherche von wirtschaftspsychologie.com (Stand Oktober 2026) sehen 46 von 66 erfassten Bachelor-Kernstudiengängen eine Praxisphase in einem Unternehmen oder einer Einrichtung verpflichtend vor, an staatlichen Hochschulen 34 von 36. Im Fernstudium und im Master ist ein Pflichtpraktikum dagegen die Ausnahme.

Das Wichtigste in Kürze

  • 46 von 66 Bachelor-Kernstudiengängen sehen eine Praxisphase verpflichtend vor: 34 von 36 an staatlichen Hochschulen, 12 von 30 an privaten Hochschulen und in Studienprogrammen.
  • Im Fernstudium nennen 9 von 13 Bachelorstudiengängen keine Praxisphase im Betrieb, verpflichtend ist sie bei 2.
  • Wo die Hochschule die Dauer in Wochen oder Monaten angibt, reicht sie von sechs Wochen bis sechs Monaten. Die erste Praxisphase liegt bei 27 von 33 Studiengängen mit Semesterangabe im 5. oder 6. Semester.
  • Im Master sehen 7 von 53 Kernstudiengängen mit Praxisangabe ein Pflichtpraktikum oder Praxissemester vor, 9 nennen ein Praktikum als Wahl, Empfehlung oder duale Variante.
  • Nach § 22 Mindestlohngesetz gilt der Mindestlohn nicht für Pflichtpraktika auf Grund einer hochschulrechtlichen Bestimmung und unter Bedingungen nicht für freiwillige Praktika bis zu drei Monaten.

Praktikum im Wirtschaftspsychologie-Studium: Pflicht oder freiwillig?

Für diesen Ratgeber hat wirtschaftspsychologie.com die Praxisangaben der 66 Bachelor-Kernstudiengänge im eigenen Verzeichnis ausgewertet, so wie die Hochschulen sie auf ihren Studiengangsseiten nennen (Stand Oktober 2026), und jeden Studiengang von Hand einer von vier Gruppen zugeordnet. Kernstudiengänge sind Studiengänge, deren Kern die Wirtschaftspsychologie ist; die 66 Studiengänge bieten 61 Hochschulen und Anbieter an.

Praxisphase laut Hochschulestaatlich (36)privat und andere (30)gesamt (66)
im Studienplan verpflichtend341246
möglich, keine Pflicht genannt257
über Beruf, Ausbildung oder duale Variante033
keine Praxisphase im Betrieb genannt01010
Bachelor-Kernstudiengänge. Quelle: Recherche wirtschaftspsychologie.com, Stand Oktober 2026.

Die Bezeichnungen wechseln: Praxissemester, Praxisphase, praktisches Studiensemester, Pflichtpraktikum oder betreutes praktisches Studienprojekt. Wörtlich von einem Praxissemester oder praktischen Studiensemester sprechen 27 der 66 Studiengänge, drei davon als Wahlmöglichkeit. Gemeint ist in allen Fällen eine Zeit in einem Unternehmen oder einer Einrichtung, die im Studienplan vorgesehen ist.

Staatliche und private Hochschulen

An staatlichen Hochschulen gehört die Praxisphase fast immer dazu: Bei 34 von 36 Studiengängen ist sie Pflicht. Die beiden übrigen lassen die Wahl zwischen Praxis- und Auslandssemester, an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen etwa im 5. Semester. Bei privaten Hochschulen und Studienprogrammen ist das Bild gemischt: 12 von 30 Studiengängen sehen eine Praxisphase verpflichtend vor, zum Beispiel ein Praktikum im 4. Semester an der Hochschule der Wirtschaft für Management in Mannheim. Fünf nennen ein Praktikum als Option oder ohne Angabe, ob es Pflicht ist, zehn nennen keine Praxisphase im Betrieb.

Fernstudium, berufsbegleitend und dual

Im Fernstudium nennen die Hochschulen meist keine Praxisphase: 9 von 13 Bachelor-Fernstudiengängen nennen keine Praxisphase im Betrieb, einige stattdessen Praxisprojekte oder Transfermodule. Verpflichtend ist sie bei zwei Fernstudiengängen, etwa als berufspraktische Phase an der Wilhelm Büchner Hochschule, auf die laut Hochschule eine Berufstätigkeit angerechnet werden kann. Zwei weitere bieten ein Praktikum zur Wahl an. Fernstudiengänge stehen auf der Seite Fernstudium Wirtschaftspsychologie.

Drei Studiengänge verbinden das Studium mit Beruf, Ausbildung oder einem Praxispartner, statt eine eigene Praxisphase vorzusehen, etwa das duale Modell der IU Internationalen Hochschule mit einer geteilten Woche aus Theorie- und Praxistagen. Duale Angebote stehen auf der Seite Duales Studium Wirtschaftspsychologie.

Praktikum ist nicht gleich Praktikum

Im Psychologiestudium heißen auch Lehrveranstaltungen Praktikum. Empirisch-experimentelle Praktika, Methoden-, Experimental- oder Forschungspraktika finden an der Hochschule statt und üben das Planen und Auswerten eigener Untersuchungen. 8 der 66 Bachelorstudiengänge nennen ein solches Praktikum in ihren Praxisangaben. Mit einer Praxisphase im Betrieb hat es nichts zu tun; in der Zählung oben zählt es deshalb nicht als Praxisphase. Wie ein Experiment aufgebaut ist, erklärt der Glossareintrag Experiment.

Im staatlichen Bachelor ist die Praxisphase fast immer PflichtIm staatlichen Bachelor ist diePraxisphase fast immer PflichtPraxisphase laut Hochschule in 66Bachelor-Kernstudiengängen, Stand Oktober2026Praxisphase ist Pflichtmöglich, keine Pflicht genanntüber Beruf oder duale Variantekeine Praxisphase im Betrieb genanntStaatliche Hochschulen (36)342Private und andere, ohne Fernstudium (17)10331Fernstudium (13)229
Abb.: Praxisphase laut Hochschulangabe in 66 Bachelor-Kernstudiengängen der Wirtschaftspsychologie, nach Trägerart und Studienform. Quelle: Recherche wirtschaftspsychologie.com, Stand Oktober 2026.

Gestapelte Balken, Praxisphase laut Hochschulangabe in 66 Bachelor-Kernstudiengängen. Staatliche Hochschulen: 34 Pflicht, 2 möglich ohne Pflichtangabe, 0 über Beruf oder dual, 0 ohne Praxisphase von 36. Private und andere, ohne Fernstudium: 10 Pflicht, 3 möglich ohne Pflichtangabe, 3 über Beruf oder dual, 1 ohne Praxisphase von 17. Fernstudium: 2 Pflicht, 2 möglich ohne Pflichtangabe, 0 über Beruf oder dual, 9 ohne Praxisphase von 13.

Wie lange das Praktikum dauert und wann es liegt

Zur Dauer machen die Hochschulen sehr unterschiedliche Angaben. Von den 46 Studiengängen mit verpflichtender Praxisphase nennen 18 eine Dauer in Wochen oder Monaten, 8 nur den Umfang in ECTS-Punkten und 20 keinen Umfang.

Dauer laut HochschuleStudiengänge (von 46)
bis 12 Wochen oder 3 Monate6
18 bis 21 Wochen9
6 Monate3
nur ECTS-Punkte genannt8
kein Umfang genannt20
Verpflichtende Praxisphase in Bachelor-Kernstudiengängen. Quelle: Recherche wirtschaftspsychologie.com, Stand Oktober 2026.

Die Spanne reicht von sechs Wochen bis sechs Monaten. An der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist ein sechswöchiges Pflichtpraktikum bis zum Ende des 3. Semesters abzuleisten, ein Praxissemester kommt dort als Option hinzu. Die Hochschule Darmstadt verlangt mindestens zwölf Wochen im 6. Semester, die Technischen Hochschulen Augsburg und Deggendorf nennen 18 Wochen Praktikum im 5. Semester. Sechs Monate dauert das betreute praktische Studienprojekt an der Hochschule für Technik Stuttgart. Die Hochschule Wismar sieht zwei Praktika vor: ein soziales Praktikum von mindestens acht Wochen im 6. und ein Unternehmenspraktikum von mindestens zwölf Wochen im 7. Semester.

Die erste Praxisphase liegt meist in der zweiten Hälfte des Studiums. 33 der 46 Studiengänge nennen ein Semester; bei 27 davon ist es das 5. oder 6. Semester, bei drei das 4., bei zwei das 7. und bei einem das 3. Semester. Manche Hochschulen überlassen die Wahl des Betriebs ausdrücklich den Studierenden: Die Hochschule der Medien Stuttgart spricht von einem Unternehmen eigener Wahl, die Hochschule Landshut von einem Unternehmen nach Wahl.

Vorpraktikum: was vor dem Studium verlangt wird

Ein Vorpraktikum ist für den Bachelor in der Regel keine Voraussetzung. In den Zulassungsangaben der 66 Bachelor-Kernstudiengänge verlangt keiner ein Vorpraktikum vor Studienbeginn; vier schreiben ausdrücklich, dass keines nötig ist, an der Hochschule für Technik Stuttgart seit dem Wintersemester 2023/24. Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe führt ihr sechswöchiges Praktikum zwar bei den Voraussetzungen auf, es ist aber erst bis zum Ende des 3. Semesters fällig. Anders ist es bei manchen berufsbegleitenden Studiengängen: Die FOM etwa nennt neben dem Studium eine Berufstätigkeit, eine laufende Ausbildung, ein Praktikum, ein Traineeprogramm oder ein Volontariat.

Ein freiwilliges Praktikum vor dem Studium kann bei der Entscheidung für ein Fach helfen. Für Praktika zur Orientierung vor einem Studium enthält das Mindestlohngesetz eine eigene Regel, die weiter unten steht.

In welchen Bereichen Praktika möglich sind

Konkrete Bereiche nennen die Praxisangaben der Hochschulen nur vereinzelt. Die Hochschule der Medien Stuttgart zählt für ihr Praxissemester ein Marktforschungsinstitut, eine Personalabteilung oder ein UX-Team als Beispiele auf, die Hochschule Emden/Leer verlangt ein Unternehmen oder eine öffentliche Einrichtung mit ausdrücklichem Bezug zur Wirtschaftspsychologie. Die Hochschule Wismar sieht neben dem Unternehmenspraktikum ein soziales Praktikum vor.

Welche Felder in Frage kommen, zeigen die Berufsfelder, die Hochschulen für ihre Absolventinnen und Absolventen nennen, vor allem Personal und HR, Marketing und Kommunikation, Beratung, Marktforschung und Organisationsentwicklung. Die Zählung dazu steht im Ratgeber Berufe mit Wirtschaftspsychologie.

Auch das Ausland kommt in Frage: 13 der 46 Studiengänge mit verpflichtender Praxisphase nennen ausdrücklich die Möglichkeit, sie im Ausland abzuleisten. An der Hochschule Hamm-Lippstadt gehört zum Bachelor Interkulturelle Wirtschaftspsychologie ein Auslandspraktikum oder auslandsorientiertes Praktikum im 5. Semester verpflichtend dazu.

Praktikum und Abschlussarbeit

Praxisphase und Bachelorarbeit hängen an manchen Hochschulen eng zusammen. 7 der 66 Bachelorstudiengänge nennen in ihren Praxisangaben ausdrücklich eine Verbindung zwischen Praxisphase oder Unternehmen und Abschlussarbeit. An der htw saar knüpft die Bachelorarbeit in der Regel an die Praxisphase an und kann im Unternehmen geschrieben werden; an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen ergibt sich aus der Praxisphase oft das Thema. Was bei einer Arbeit im Unternehmen zu klären ist, von der Betreuung bis zum Umgang mit Daten, behandelt der Ratgeber Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben.

Praktikum im Master

Im Master ist eine Praxisphase die Ausnahme. 53 der 60 Master-Kernstudiengänge im Verzeichnis machen eine Angabe zur Praxis. 7 davon sehen ein Pflichtpraktikum oder Praxissemester vor, etwa die Universität Münster im studienbegleitenden Programm ihres Masters Psychologie mit Schwerpunkt Personal- und Wirtschaftspsychologie. 9 nennen ein Praktikum als Wahl, Empfehlung oder duale Variante, die Universität Kassel zum Beispiel zwölf Wochen in Forschung oder Praxis alternativ zu fachfremden Kursen. Die übrigen 37 nennen keine Praxisphase, sondern etwa Projekte mit Unternehmen, Forschungsprojekte oder, in berufsbegleitenden Studiengängen, Arbeiten zu Fragen beim eigenen Arbeitgeber.

Umgekehrt kann ein Praxissemester aus dem Bachelor für die Zulassung zum Master zählen. Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verlangen für ihren Master Wirtschaftspsychologie unter anderem 15 ECTS-Punkte aus einem Praxissemester. Die Ruhr-Universität Bochum lässt ein einschlägiges Praktikum von 240 Stunden oder eine Berufstätigkeit als Alternative zu einer Bachelorarbeit im Bereich Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie gelten. Wer einen Bachelor ohne Praxissemester wählt, prüft deshalb früh die Zugangsvoraussetzungen des angestrebten Masters; mehr dazu im Ratgeber Master Wirtschaftspsychologie: Was Hochschulen verlangen.

Mindestlohn und Vertrag: was rechtlich gilt

Ob für ein Praktikum der Mindestlohn gilt, regelt § 22 Mindestlohngesetz (MiLoG, abgerufen am 22. Oktober 2026). Praktikantinnen und Praktikanten gelten danach grundsätzlich als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Sinne des Gesetzes. Ausgenommen sind unter anderem Praktika, die

  • verpflichtend auf Grund einer schulrechtlichen Bestimmung, einer Ausbildungsordnung, einer hochschulrechtlichen Bestimmung oder im Rahmen einer Ausbildung an einer gesetzlich geregelten Berufsakademie geleistet werden,
  • bis zu drei Monate dauern und der Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums dienen,
  • bis zu drei Monate dauern und eine Berufs- oder Hochschulausbildung begleiten, wenn nicht zuvor ein solches Praktikumsverhältnis mit demselben Ausbildenden bestanden hat.

Ein freiwilliges Praktikum neben dem Studium, das länger als drei Monate dauert, fällt damit nicht unter die dritte Ausnahme; nach Auskunft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist der Mindestlohn dann vom ersten Tag an zu zahlen (Stand Januar 2026). Als Praktikantin oder Praktikant gilt nach dem Gesetz, unabhängig von der Bezeichnung des Rechtsverhältnisses, wer sich nach der tatsächlichen Ausgestaltung und Durchführung des Vertragsverhältnisses für eine begrenzte Dauer zum Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit zur Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit unterzieht, ohne dass es sich um eine Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder eine damit vergleichbare praktische Ausbildung handelt (§ 22 Abs. 1 Satz 3 MiLoG). Ob ein Praktikum im Studiengang verpflichtend ist, steht in der Studien- und Prüfungsordnung; Auskunft geben Prüfungsamt oder Studienberatung.

Gilt eine Praktikantin oder ein Praktikant nach § 22 MiLoG als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer, verlangt das Nachweisgesetz einen schriftlichen Nachweis: Wer die Praktikantin oder den Praktikanten einstellt, muss die wesentlichen Vertragsbedingungen unverzüglich nach Abschluss des Praktikumsvertrags, spätestens vor Beginn des Praktikums, schriftlich niederlegen, unterzeichnen und aushändigen; die elektronische Form ist dafür ausgeschlossen. Aufzunehmen sind unter anderem Lern- und Ausbildungsziele, Beginn und Dauer, die tägliche Praktikumszeit, Vergütung und Urlaub (§ 2 Abs. 1a Nachweisgesetz in Verbindung mit § 1, Fassung abgerufen am 22. Oktober 2026). Beträge nennt dieser Ratgeber nicht. Im Einzelfall kommt es auf die Ausgestaltung des Praktikums an; dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Ist ein Praktikum im Wirtschaftspsychologie-Studium Pflicht?

Im Bachelor meist ja. Laut Recherche von wirtschaftspsychologie.com (Stand Oktober 2026) sehen 46 von 66 Bachelor-Kernstudiengängen eine Praxisphase verpflichtend vor, an staatlichen Hochschulen 34 von 36. Im Fernstudium ist sie selten Pflicht, im Master sehen sie 7 von 53 Kernstudiengängen mit Praxisangabe vor. Verbindlich ist die Studien- und Prüfungsordnung des Studiengangs.

Wie lange dauert das Pflichtpraktikum?

Das hängt von der Hochschule ab. Wo sie die Dauer in Wochen oder Monaten nennt, reicht sie laut Recherche von wirtschaftspsychologie.com (Stand Oktober 2026) im Bachelor von sechs Wochen bis sechs Monaten; 9 von 18 Studiengängen mit solcher Angabe nennen 18 bis 21 Wochen. Andere geben nur ECTS-Punkte an. Die erste Praxisphase liegt meist im 5. oder 6. Semester.

Braucht man für Wirtschaftspsychologie ein Vorpraktikum?

In der Regel nicht. Keiner der 66 erfassten Bachelor-Kernstudiengänge verlangt laut Zulassungsangabe ein Vorpraktikum vor Studienbeginn, vier schließen es ausdrücklich aus. Die TH Ostwestfalen-Lippe verlangt ein sechswöchiges Praktikum, das erst bis zum Ende des 3. Semesters fällig ist (Stand Oktober 2026).

Gibt es für ein Pflichtpraktikum den Mindestlohn?

Nach § 22 Mindestlohngesetz nicht, wenn das Praktikum auf Grund einer hochschulrechtlichen Bestimmung verpflichtend ist. Freiwillige Praktika neben dem Studium sind nur bis zu drei Monaten ausgenommen und nur, wenn zuvor kein solches Praktikum beim selben Ausbildenden bestand. Bei freiwilligen Praktika kann unabhängig davon eine angemessene Vergütung nach §§ 26, 17 Berufsbildungsgesetz geschuldet sein; maßgeblich ist der Einzelfall.

Kann man das Praktikum im Ausland machen?

Bei einem Teil der Studiengänge ja. Laut Recherche von wirtschaftspsychologie.com (Stand Oktober 2026) nennen 13 der 46 Bachelor-Kernstudiengänge mit verpflichtender Praxisphase ausdrücklich die Möglichkeit, sie im Ausland abzuleisten; an der Hochschule Hamm-Lippstadt ist ein Auslandspraktikum oder auslandsorientiertes Praktikum im Bachelor Interkulturelle Wirtschaftspsychologie Pflicht. Ob eine Stelle anerkannt wird, entscheidet die Hochschule.

Quellen

  1. Mindestlohngesetz (MiLoG), § 22 Persönlicher Anwendungsbereich
  2. Nachweisgesetz (NachwG), § 1 Anwendungsbereich
  3. Nachweisgesetz (NachwG), § 2 Nachweispflicht (Abs. 1a Praktikumsvertrag)
  4. Berufsbildungsgesetz (BBiG), § 26 Andere Vertragsverhältnisse
  5. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Der Mindestlohn für Studierende. Fragen & Antworten (Stand Januar 2026)

Stand: Oktober 2026.