IAB-Methodenbericht zur Befragung über berufliche Weiterentwicklung

Meldung · Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 06.10.2026

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat den Methodenbericht zu seiner Befragung „Berufliche Weiterentwicklung“ als IAB-Forschungsbericht 12/2026 veröffentlicht. Die Befragung geht der Frage nach, wie gut Beschäftigte mit Sozialversicherungspflicht ihre beruflichen Optionen zu kennen meinen und ob sie Schritte zu einer beruflichen Veränderung unternommen haben oder planen. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen Personen, die die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) der Bundesagentur für Arbeit genutzt haben, und Beschäftigten mit ähnlichen Merkmalen ohne Beratung.

Eingeladen wurden Beschäftigte, die laut den Prozessdaten der Bundesagentur 2024 einen ersten Beratungstermin hatten, sowie eine Vergleichsgruppe sogenannter statistischer Zwillinge. Alle waren zum tatsächlichen oder angenommenen Beratungszeitpunkt zwischen 25 und 59 Jahre alt. Die Befragung lief online, die Teilnehmenden konnten der Verknüpfung ihrer Antworten mit Daten der Bundesagentur zustimmen. Vollständig teilgenommen haben 5,5 Prozent der Eingeladenen, einer Verknüpfung stimmten 4,9 Prozent zu. Unter den Beratenen lag die Teilnahme bei 7,0 Prozent, unter den Nicht-Beratenen bei 4,1 Prozent. Sie hing unter anderem mit Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Bildung, Alter und Tagesentgelt zusammen. Für beschreibende Auswertungen bildet das IAB deshalb Gewichte aus den geschätzten Teilnahmewahrscheinlichkeiten.

Mehr als die Hälfte der Personen, die laut Prozessdaten beraten worden waren, gab an, die Berufsberatung im Erwerbsleben nicht zu kennen und dort keinen Termin gehabt zu haben. Das betraf häufig Personen, die zum Beratungszeitpunkt arbeitsuchend gemeldet waren. Das IAB vermutet, dass sie den Termin für ein reguläres Vermittlungsgespräch hielten.

Für die Forschung dokumentiert der Bericht Teilnahmequoten und Gewichtung, die bei Auswertungen der Befragungsdaten zu berücksichtigen sind. Der Bericht ist frei zugänglich.

Originalmitteilung: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 06.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)