Meldung · Quelle: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), 25.09.2026
Der Betriebsrat von Airbus am Standort Hamburg hat in der Kategorie „Große Gremien“ den Deutschen Betriebsrätepreis 2026 in Gold erhalten. Darüber hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) am 25. September 2026 informiert. Der Preis wird seit 2009 für das Engagement von Betriebsrätinnen und Betriebsräten vergeben. Ausgezeichnet wurde ein Projekt zur Arbeitswelt, das der Betriebsrat gemeinsam mit dem Institut entwickelt hat.
Ziel war es, am Hamburger Standort neue Flächenkonzepte zu erproben und den Wechsel von klassischen Büros zu bedarfsgerechten Arbeitsumgebungen zu gestalten. Im Mittelpunkt standen mehr Flexibilität und Zusammenarbeit. Das Projektteam entwickelte Methoden, Abläufe und Instrumente für hybrides Arbeiten in den neuen Arbeitsumgebungen und testete sie. Die Ergebnisse wurden über wiederholte Befragungen und methodische Auswertungen überprüft, die Beschäftigten waren während der gesamten Laufzeit beteiligt. Neben dem Betriebsrat wirkten Personalabteilung, Facility Management und Standortleitung mit. Das Fraunhofer IAO begleitete das Vorhaben wissenschaftlich, wirkte an der Konzeption mit und übernahm die Bewertung der Ergebnisse. Kennzahlen zum Projekt, etwa zur Zahl der Befragten, nennt die Mitteilung nicht.
Frank Arndt, Betriebsrat bei Airbus in Hamburg, hebt die Bedeutung der wissenschaftlichen und methodischen Begleitung für das Projekt hervor. Nach Darstellung des Instituts war die Mitbestimmung bei der Planung der neuen Arbeitswelt durchgehend eingebunden.
Für die Arbeits- und Organisationspsychologie ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Veränderungen von Büro- und Arbeitsformen unter Beteiligung der Interessenvertretung geplant und mit Befragungen begleitet werden.
Originalmitteilung: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), 25.09.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)