Meldung · Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 14.08.2026
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat am 14.08.2026 Ergebnisse einer Befragung zu Belastungen von Feuerwehrleuten bei Extremwetterlagen veröffentlicht. Die DGUV Akademie hat sie im Auftrag der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) als explorative, anonyme Onlinestudie durchgeführt. Zwischen März und Juni 2025 nahmen bundesweit 1.735 Feuerwehrangehörige teil, überwiegend Führungskräfte freiwilliger Feuerwehren.
85 Prozent der Befragten rechnen damit, dass Einsätze bei klimabedingtem Extremwetter weiter zunehmen. Rund 75 Prozent stellen mehr Zeitaufwand und Personalbedarf fest, knapp 73 Prozent einen wachsenden Bedarf an technischer Ausstattung. Unter den klimabedingten Gesundheitsrisiken steht für die Befragten anhaltende Hitze an erster Stelle. Handlungsbedarf sehen sie vor allem bei Vegetationsbränden, die mit Rauch und Gefahrstoffen, schwerer körperlicher Arbeit bei hohen Temperaturen und langen Einsätzen mit wenig Erholung verbunden sind.
Die HFUK Nord nennt als Ansatzpunkte eine verlässliche Versorgung mit Trinkwasser, ausreichende Pausen und Erholungszeiten, eine an Hitze und Witterung angepasste Einsatzplanung sowie leichtere, besser belüftete persönliche Schutzausrüstung. Die DGUV verweist auf ihre Handlungshilfe zur Sicherheit und Gesundheit bei der Vegetationsbrandbekämpfung, die HFUK Nord auf ihr Fortbildungsprojekt FireToolBox.
Für die Forschung zu Arbeitsschutz und Belastung im Einsatzdienst liefert die Befragung Einschätzungen von Einsatzkräften, überwiegend aus dem Ehrenamt, zu Gefährdungen bei Extremwetter. Psychische Belastungen behandelt die Mitteilung nicht gesondert.
Originalmitteilung: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 14.08.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)