Meldung · Quelle: ifo Institut, 21.08.2026
Der Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen hat im Sommer 2026 wieder leicht zugenommen. Nach einer Umfrage des ifo Instituts, deren Ergebnisse am 21. August 2026 erschienen, berichteten im Juli 23,2 Prozent der Unternehmen, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Im April waren es 21,1 Prozent. Der langjährige Durchschnitt liegt mit 31,7 Prozent deutlich darüber.
Bei den Dienstleistern blieb der Anteil mit 25,7 Prozent nahezu unverändert. Innerhalb dieses Bereichs stieg er in der Telekommunikation von 16,3 auf 31,1 Prozent, in der Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung von 52,4 auf 64,7 Prozent. In der Industrie erhöhte sich der Anteil um 4,5 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent, in der Papierindustrie liegt er bei 35,0 Prozent. Im Bauhauptgewerbe meldet fast jedes dritte Unternehmen einen Engpass (32,6 Prozent), im Handel sind es 16,2 Prozent.
„Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen“, sagt ifo-Fachreferentin Daria Schaller. Bei einer kräftigeren Erholung erwartet das Institut, dass sich der Mangel wieder spürbar verschärft. Mehr Arbeitslose bedeuten nach ifo-Angaben zudem nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte. Entscheidend sei, ob die Qualifikationen der Arbeitsuchenden zu den Anforderungen der offenen Stellen passen.
Für Personalauswahl und Eignungsdiagnostik, beides Arbeitsfelder der Wirtschaftspsychologie, rückt die Auswertung die Passung zwischen Qualifikationen und Stellenanforderungen in den Mittelpunkt.
Originalmitteilung: ifo Institut, 21.08.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)