Meldung · Quelle: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), 13.08.2026
Mit dem EU-Projekt „Automotive Cluster Transition Bridge“ sollen Beschäftigte der Automobilwirtschaft in der Region Stuttgart beim Wechsel in neue Tätigkeiten unterstützt werden. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat das Vorhaben am 13. August 2026 vorgestellt. Offizieller Start ist der 1. September 2026, die Laufzeit beträgt zwei Jahre, gefördert wird es aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+). Für die Projektpartner stehen insgesamt 2,7 Millionen Euro bereit.
Koordiniert wird das Vorhaben von der Robert Bosch GmbH. Beteiligt sind außerdem die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, die Agentur für Arbeit Stuttgart, das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), die Landesagentur e-mobil BW und Business Upper Austria. Geplant ist, vorhandene Kompetenzen der Beschäftigten zu erfassen und mit den Anforderungen aufnehmender Branchen abzugleichen. Daraus sollen individuelle Entwicklungspfade, passende Qualifizierungsangebote und eine Vermittlung zwischen Fachkräften und Unternehmen entstehen. Außerdem soll ein auf andere europäische Regionen übertragbares Modell entstehen.
Das Fraunhofer IAO begleitet das Projekt wissenschaftlich. Es entwickelt Konzepte für Qualifizierung und Transformation und untersucht, welche Kompetenzen im Strukturwandel der Industrie künftig gefragt sind. Zahlen zu den betroffenen Beschäftigten oder Unternehmen nennt die Mitteilung nicht.
Für Personalentwicklung und Arbeitsforschung geht es um die Frage, wie sich Kompetenzen sichtbar machen und über Branchengrenzen hinweg nutzen lassen. Kompetenzdiagnostik und berufliche Neuorientierung gehören zu den Arbeitsfeldern der Arbeits- und Organisationspsychologie.
Originalmitteilung: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), 13.08.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)