Meldung · Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 13.10.2026
Respektvoller Umgang, Wertschätzung und die Möglichkeit, Neues zu lernen, zählen für Auszubildende mehr als Zusatzleistungen wie Jobticket, Prämien oder Zuschüsse. Das zeigt das DGUV Barometer Bildungswelt 2026 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), veröffentlicht am 13. Oktober 2026. Das Institut forsa befragte dafür vom 13. Juli bis 8. September 2026 online 710 junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, darunter 353 Auszubildende und 357 Studierende.
98 Prozent der Auszubildenden halten respektvollen Umgang und Wertschätzung für wichtig, 96 Prozent das Lernen und die eigene Weiterentwicklung. Jeweils 60 Prozent stufen einen sicheren Ausbildungsplatz und gute Zusammenarbeit im Kollegium als sehr wichtig ein. 91 Prozent sagen, dass Sicherheit und Gesundheit in ihrer Ausbildung behandelt wurden, 72 Prozent fühlen sich gut oder sehr gut darauf vorbereitet, sicher und gesund zu arbeiten. Unter den Studierenden liegen die Werte bei 53 und 40 Prozent.
Erfasst wurden auch belastende Erfahrungen. Verbale Aggression haben 42 Prozent der Auszubildenden und 23 Prozent der Studierenden selbst erfahren oder bei anderen beobachtet, Diskriminierung 37 und 33 Prozent, sexuelle Belästigung 24 und 25 Prozent. 12 Prozent der Auszubildenden und 35 Prozent der Studierenden wüssten nicht spontan, an wen sie sich bei Problemen mit Sicherheit oder Gesundheit wenden können. „Ausbildung vermittelt nicht nur berufliche Fertigkeiten“, sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer.
Für Personal- und Ausbildungsforschung beschreiben die Ergebnisse, welche Arbeitsbedingungen junge Menschen gewichten. Für Hochschulen zeigen sie Abstände zu Ausbildungsbetrieben, etwa beim Wissen um Ansprechpersonen und um den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, den 93 Prozent der Auszubildenden und 70 Prozent der Studierenden kennen.
Originalmitteilung: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 13.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)