Urlaub 2026: Für 59 Prozent zählt der Preis bei der Zielwahl

Meldung · Quelle: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 30.09.2026

Urlaubsreisen behalten für viele Menschen in Deutschland trotz gestiegener Preise einen festen Platz. Das zeigt der NIM Business Brief 1/2026 „Urlaub 2026: Zwischen Reiselust und Preisdruck“ des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), veröffentlicht am 30. September 2026. Befragt wurden vom 9. bis 13. Juli 2026 über NIQ eBUS 1.000 Personen, repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland. Erfasst wurden private Urlaubsreisen des Jahres 2026, Dienst- und Schulreisen zählten nicht dazu.

81 Prozent haben 2026 mindestens einen Urlaubstag genommen oder eingeplant, im Schnitt rund 15 Tage. Pro Haushalt fließen durchschnittlich etwa 3.500 Euro in Urlaubsreisen. Für 59 Prozent gehört der Preis zu den zentralen Kriterien bei der Wahl des Ziels, bei 36 Prozent wirken sich gestiegene Reisepreise nach eigener Angabe auf das Reiseverhalten aus. Deutlich fallen die Unterschiede nach Einkommen aus: Haushalte mit mehr als 5.000 Euro Monatseinkommen kommen auf 21,5 Urlaubstage, solche mit 1.000 bis 2.000 Euro auf 8,4 Tage. Ziel Nummer eins ist Deutschland mit 55 Prozent, es folgen Italien und Spanien mit je 16 Prozent.

Bei der Zielwahl achten außerdem 52 Prozent auf Entspannung und Ruhe, 46 Prozent auf Landschaft und Natur. Als weitere Einflüsse auf ihr Reiseverhalten nennen 26 Prozent die wirtschaftliche Unsicherheit und 24 Prozent die militärische Eskalation in Nahost. 14 Prozent nutzen KI-Chatbots bei der Planung, Jüngere häufiger als Ältere. Studienautorin PD Dr. Katharina Gangl: „Urlaubsreisen bleiben für viele Menschen ein starkes Bedürfnis.“

Für die Konsumpsychologie beschreibt die Studie, wie Erholungswunsch, Preisbewusstsein und Einkommen bei Reiseentscheidungen zusammenwirken und welche Informationsquellen verschiedene Altersgruppen nutzen.

Originalmitteilung: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 30.09.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)