Konsumklima Sozio: Stimmung im oberen Einkommensviertel sinkt deutlich

Meldung · Quelle: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 02.10.2026

Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich für Oktober 2026 vor allem bei Haushalten mit höherem Einkommen eingetrübt. Das zeigt das Konsumklima nach Bevölkerungsgruppen, das das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am 2. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Basis sind rund 2.000 Verbraucherinterviews, die NIQ/GfK vom 3. bis 14. September 2026 für das NIM geführt hat.

Im oberen Viertel mit einem Nettoäquivalenzeinkommen von mehr als 2.500 Euro fiel der Indikator um 13,8 Punkte auf minus 38,0 Punkte. In der oberen Mitte (1.801 bis 2.500 Euro) ging er um 9,6 Punkte auf minus 28,7 Punkte zurück. Die untere Mitte (1.250 bis 1.800 Euro) verbesserte sich als einzige Einkommensgruppe, um 3,0 Punkte auf ebenfalls minus 28,7 Punkte. Das untere Viertel (unter 1.250 Euro) gab leicht um 1,0 auf minus 22,4 Punkte nach und liegt damit 15,6 Punkte über dem oberen Viertel. Der Gesamtindikator sank um 3,8 auf minus 30,6 Punkte. NIM-Forscherin Anja Bauer verweist auf die obere Einkommenshälfte: Dort nimmt die Sparneigung zu, die Anschaffungsneigung stagniert oder geht zurück. Werte für Generationen und Haushaltstypen weist das NIM gesondert in Tabellen aus.

Nach Angaben des Instituts entfallen rund 68 Prozent der privaten Konsumausgaben auf die obere Einkommenshälfte. Die Aufschlüsselung zeigt, dass sich die Stimmung je nach Einkommenslage gegenläufig entwickeln kann. Für die Markt- und Konsumforschung wird damit eine Verschiebung erkennbar, die der Gesamtwert allein nicht abbildet.

Originalmitteilung: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 02.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)