Meldung · Quelle: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 25.09.2026
Nach der Erholung im Spätsommer hat sich die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland im September 2026 wieder eingetrübt. Das Konsumklima des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) fällt für Oktober auf minus 30,6 Punkte, 3,8 Punkte weniger als der revidierte Vormonatswert von minus 26,8 Punkten. Grundlage sind rund 2.000 Interviews, die NIQ/GfK vom 3. bis 14. September 2026 im Auftrag des NIM geführt hat. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse am 25. September 2026.
Deutlich zurück ging die Einkommenserwartung. Sie sank um 16,7 Punkte auf minus 15,0 Punkte. Tiefer lag sie zuletzt im April 2026 mit minus 24,4 Punkten. Die Sparneigung stieg um 6,0 auf 21,5 Punkte, die Anschaffungsneigung gab um 1,0 auf minus 10,8 Punkte nach. Die Konjunkturerwartung legte dagegen zum fünften Mal in Folge leicht zu, um 0,5 auf minus 3,4 Punkte. Zur Einordnung sagt NIM-Konsumklimaexperte Rolf Bürkl: „Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden.“
Innerhalb eines Monats hat sich die Richtung der Einkommenserwartung damit umgekehrt: Im August war sie noch um 16,2 Punkte gestiegen. Für die Konsumforschung zeigt der Verlauf, wie schnell sich Einkommenserwartung und Sparneigung als Teilgrößen des Indikators innerhalb eines Monats verschieben können.
Originalmitteilung: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), 25.09.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)