Meldung · Quelle: IST-Hochschule für Management, 07.10.2026
Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober hat die IST-Hochschule für Management am 07.10.2026 ein Interview mit Prof. Dr. Alexandra Löwe veröffentlicht. Löwe ist an der Hochschule Professorin für Mentale Gesundheit und unterrichtet außerdem Stressmanagement am IST-Studieninstitut.
Im Gespräch fasst sie mentale Gesundheit weiter als das Fehlen psychischer Erkrankungen. Gemeint sei, wie Menschen mit Anforderungen umgehen, welche Ressourcen sie nutzen, wie sie Beziehungen gestalten und ob sie sich als handlungsfähig erleben. Belastung gehöre zum Alltag; problematisch könne sie nach ihrer Darstellung werden, wenn sie lange anhält und Erholung ausbleibt.
Einen Schwerpunkt legt Löwe auf die Verantwortung von Organisationen. Neben persönlichen Faktoren prägten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie das soziale Umfeld die psychische Gesundheit. „Nein, mentale Gesundheit ist keine reine Privatsache“, sagt sie. Prävention setzt aus ihrer Sicht auch bei den Rahmenbedingungen an, damit übermäßige Belastungen gar nicht erst entstehen. Unternehmen und Bildungseinrichtungen sollten demnach prüfen, ob Arbeitsbelastung, Erwartungen an die Erreichbarkeit, Führungskultur und vorhandene Unterstützungsangebote die Gesundheit der Beschäftigten fördern. Angebote zum Umgang mit Stress können aus ihrer Sicht hilfreich sein; nötig seien zugleich gute Rahmenbedingungen im Betrieb.
Das Interview gibt die fachliche Einschätzung der Professorin wieder und stützt sich nicht auf eigene Erhebungen. Die genannten Punkte Arbeitsbelastung, Erreichbarkeit und Führung gehören zu den Merkmalen, die auch in der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im Betrieb betrachtet werden.
Originalmitteilung: IST-Hochschule für Management, 07.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)