Meldung · Quelle: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, 05.10.2026
Die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) hat am 5. Oktober 2026 auf ein Interview hingewiesen, das Prof. Dr. Burkhard Schmidt der Deutschen Presse-Agentur gegeben hat. Schmidt leitet an der Hochschule den Bachelorstudiengang Wirtschaftspsychologie. Anlass war die Studie „Die Ängste der Deutschen 2026“ der R+V Versicherung, für die seit 1992 jährlich repräsentativ befragt wird, in diesem Jahr 2.400 Personen.
An erster Stelle steht 2026 die Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten: 59 Prozent der Befragten äußerten große Angst davor, nach 52 Prozent im Jahr 2025. Schmidt sieht darin einen scheinbaren Widerspruch, denn die Inflation ist zurückgegangen, während die Angst vor höheren Kosten gewachsen ist. Nach seiner Einordnung bewerten Menschen Preise nicht absolut, sondern im Vergleich zu dem Niveau, an das sie gewöhnt sind. Im Interview verweist er darauf, dass das Preisniveau gut 20 Prozent über dem Stand von 2020 liegt. Hinzu komme die Unsicherheit, welche Güter sich als Nächstes verteuern. Für Haushalte mit geringen finanziellen Reserven sei die Belastung sehr real. Schmidt fasst es so zusammen: „Angst richtet sich auf die Zukunft, nicht auf den Kassenbon von heute.“
Das Interview ist nach Angaben der Hochschule in mehr als 30 Medien erschienen. Für die Wirtschaftspsychologie zeigt die Einordnung, wie Gewöhnung und Erwartungen das Erleben wirtschaftlicher Entwicklungen prägen. Für die Konsumforschung verbindet sie Befragungsdaten zur Stimmung in der Bevölkerung mit psychologischen Erklärungsansätzen.
Originalmitteilung: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, 05.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)