Meldung · Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), 14.10.2026
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hat am 14. Oktober 2026 eine Auswertung dazu vorgelegt, welche Rolle die Entfernung eines berufsbedingten Umzugs für die Einkommensentwicklung spielt. Die Studie ist in der Reihe BiB.Aktuell als Ausgabe 8/2026 erschienen und beruht auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Angaben zum Untersuchungszeitraum und zur Stichprobe enthält die Mitteilung nicht.
Im Durchschnitt steigt das monatliche Bruttoeinkommen nach einem beruflichen Umzug um rund 286 Euro. Für Strecken bis 200 Kilometer nennt das BiB je nach Distanz mittlere Zuwächse zwischen etwa 105 und 305 Euro. Bei 200 bis 400 Kilometern sind es rund 947 Euro, oberhalb von 400 Kilometern rund 643 Euro. Jenseits von 200 Kilometern erreichen die Gewinne damit bis zum Neunfachen der Werte kürzerer Strecken. Werden die Wohnkosten einbezogen, bleiben weite Umzüge deutlich im Plus, während kurze Umzüge nur geringe und teils leicht negative Effekte zeigen.
Nach Einschätzung der Autoren passen die Werte zu der Annahme, dass finanzielle, soziale und psychische Belastungen eines Fernumzugs durch bessere Einkommens- und Karrierechancen aufgewogen werden müssen. Zudem könnte ein größerer Arbeitsmarkt die Chance auf eine passende Stelle erhöhen. Da höher Gebildete und Einkommensstärkere eher bereit und in der Lage sind, für den Beruf über größere Entfernungen umzuziehen, halten die Autoren es für möglich, dass räumliche Mobilität bestehende Unterschiede zwischen Bildungsgruppen vergrößert.
Für die Personalarbeit sind die Befunde im Zusammenhang mit überregionaler Rekrutierung und der Mobilitätsbereitschaft von Fachkräften von Bedeutung.
Originalmitteilung: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), 14.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)