DHAW-Vortrag: Risiken generativer KI für das Lernen im Beruf

Meldung · Quelle: Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW), 17.09.2026

Die Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) berichtet in einer Meldung vom 17. September 2026 über einen Vortrag ihrer Professorin Swetlana Franken auf der Personalmesse Zukunft Personal Europe 2026 in Köln. Franken lehrt Betriebswirtschaft und Management. Ihr Vortrag trug den Titel „Das Ende des Denkens? Warum HR im KI-Zeitalter Lernfähigkeit sichern muss“. Eine eigene Studie mit Stichprobe oder Zahlen nennt die Meldung nicht. Die Ausführungen stützen sich nach Angaben der Hochschule auf Forschungsergebnisse der Referentin.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass generative KI die Produktivität in der Wissensarbeit erhöhen kann, zugleich aber Denk- und Lernleistungen und damit die Innovationsfähigkeit schwächen könnte. Franken unterscheidet drei Risiken einer übermäßigen Nutzung. Erstens können sich Lernschleifen verkürzen, weil sich Beschäftigte weniger intensiv mit Inhalten befassen. Zweitens kann Urteilskraft ausgelagert werden, wenn Entscheidungen zunehmend der KI überlassen werden. Drittens kann eine kognitive Abhängigkeit entstehen, die eigenständiges und kreatives Denken mindert.

Aus ihrer Sicht sind Unternehmen gefordert, kritisches Denken und Reflexionsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und den Umgang mit KI-Ergebnissen auf Prüfung auszurichten. KI-Kompetenz gelte in Prognosen zwar als zentrale Zukunftskompetenz, reiche ohne Lernkompetenz aber nicht aus.

Für die Personalentwicklung verbindet der Beitrag die Einführung von KI mit Fragen der betrieblichen Lernkultur. Für die Forschung zu Arbeit und Organisation knüpft er an die Debatte über kognitive Folgen der KI-Nutzung im Arbeitsalltag an.

Originalmitteilung: Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW), 17.09.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)