Meldung · Quelle: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), 12.10.2026
Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg hat zum Beginn des Wintersemesters am 12.10.2026 Auswertungen zum Zusammenhang von Fachwahl und Studienverlauf veröffentlicht. Sie stammen aus dem NEPS-Schlaglicht Nr. 31 und beruhen auf Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), einer Langzeitstudie zu Bildungsverläufen von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter.
Als Wunschfachstudierende gelten Personen, die zu Studienbeginn angaben, ihr bevorzugtes Fach zu studieren. Fünf Jahre nach dem Studienstart hatten 33 Prozent von ihnen einen Abschluss erreicht, in der Vergleichsgruppe 30 Prozent. Abgebrochen hatten zum selben Zeitpunkt 24 Prozent der Wunschfachstudierenden, aber 37 Prozent der übrigen Studierenden. Grundlage ist eine 2023 in der Fachzeitschrift Economics of Education Review erschienene Veröffentlichung. Zur Fallzahl und zur betrachteten Studienanfängerkohorte macht die Mitteilung keine Angaben.
Die Werte beschreiben Verläufe früherer Studienanfängerinnen und Studienanfänger, nicht das laufende Semester. Am NEPS nehmen nach Angaben des Instituts mehr als 70.000 Personen teil, hinzu kommen etwa 50.000 Personen aus ihrem Umfeld, die wiederkehrend befragt werden.
Für Studienberatung und Hochschulen beschreiben die Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen der Fachpräferenz zu Studienbeginn und dem späteren Studienverlauf. Für die Forschung zu Studienerfolg und Studienabbruch liefern sie Längsschnittdaten, die Studienwahl und Abschluss über mehrere Jahre verbinden.
Originalmitteilung: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), 12.10.2026: Mitteilung lesen (abgerufen 2026-10-22)